Allgemeines über das Jahrbuch

Freunde des Weltkulturerbes Bamberg e. V.

Gesellschaft zur Erhaltung und Erforschung der Weltkulturerbestadt Bamberg

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Der Vorstand der Freunde des Weltkulturerbes Bamberg e. V. fasste am 6. November 1999 den von einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 5. Oktober 2000 einstimmig bestätigten Entschluss, die alte Tradition der Bamberger Jahrbücher wieder aufleben zu lassen. Ermutigt fühlte sich der Verein dazu nicht zuletzt durch die Rede des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog auf dem Bayerischen Heimattag in Bamberg 1997, der zu mehr Engagement der Bevölkerung für die Heimat aufgerufen hatte, vor allem im Natur- und Denkmalschutz. Dieser auch von anderer Seite zunehmend geforderten Kultur eines verstärkten privaten Engagements für öffentliche Belange im Sinne einer Bürgergesellschaft fühlen sich die Herausgeber des „Jahrbuchs Weltkulturerbe Bamberg“ verpflichtet.

Das neue Periodikum soll geplante und durchgeführte Veränderungen in der einmaligen Bamberger Altstadt liebevoll, wachsam und kritisch verfolgen, Positives herausstreichen und auf Missstände hinweisen. Es enthält vor allem wissenschaftliche, aber auch essayistische Beiträge, soll neue Erkenntnisse über die Bamberger Altstadt bekannt machen, über Wissenswertes und Unbekanntes berichten sowie unterschiedlichen Meinungen ein Forum bieten.

Das Jahrbuch kann und will seine Herkunft aus zahlreichen Vorgängern nicht verleugnen. Vorbild sind eine lange Ahnenreihe verschiedener Jahrbücher und kultureller Periodika, die in Bamberg im Laufe der Zeit teils kürzer, teils länger erschienen und sich hauptsächlich mit Geschichte und Gegenwart dieser Stadt beschäftigten. Als inhaltsschwere Beilage zum Bamberger Tagblatt, heute noch mit Gewinn zu lesen, erschien „Alt-Bamberg. Rückblick auf Bambergs Vergangenheit“ in dreizehn Jahrgängen von 1897/98 bis 1914/15. Nach dem ersten Weltkrieg lenkte das Jahresblatt des Verkehrs- und Verschönerungsvereins „Bamberg. Unsere schöne Stadt“ von 1922 bis 1927 und noch einmal (jetzt ideologisch einseitig) von 1937 bis 1941 die Aufmerksamkeit auf die architektonischen Kostbarkeiten Bambergs. Das „Bamberger Jahrbuch“ füllte die Lücke der Jahre 1928 bis 1937 und noch einmal in einem vergeblichen Anlauf der Wiederbelebung im Jahr 1950. Erst mit der Halbjahreszeitschrift „Bamberg heute“ lag von 1977 bis zur Einstellung aus Kostengründen 1989 wieder ein langlebigeres Periodikum vor. Die seit dem Eingehen aller älteren Reihen bestehende schmerzliche Lücke konnten die lediglich in geringer Auflage und spartanischer Gestaltung verbreiteten „Jahresberichte der Bamberger Gästeführer“ (seit 1991/93) nur höchst unvollständig füllen.

Zwar gab und gibt es eine Anzahl von Periodika, die sich auch - wenngleich zum Teil eher am Rande - mit Bambergs Kunst und Kultur in Geschichte und Gegenwart beschäftigten: Als ältestes und ausdauerndstes ist der „Bamberger Stadt- und Landkalender“ zu nennen, der mit leicht wechselndem Titel über zwei Jahrhunderte hinweg von 1737 bis 1957 publiziert wurde. Daneben werden sich ältere Bamberger sicher an die zahlreichen informativen Zeitungsbeilagen erinnern, an die „Hohe Warte“ (1920-1936), die „Bamberger Blätter für fränkische Kunst und Geschichte“ (1924-1938), „Altfranken. Zeitschrift für volkstümliche Heimatpflege“ (1925-1934), die „Fränkischen Blätter für Geschichtsforschung und Heimatpflege“ (1948-1962) sowie an „Fränkisches Land in Kunst, Geschichte und Volkstum“ (1953-1963, 1969). Gedruckt als Beilagen mit wissenschaftlichen Anspruch zu den Tageszeitungen Bamberger Tagblatt, Bamberger Volksblatt, Fränkischer Tag und Neues Volksblatt, setzten sie sich nicht nur mit Kunst und Geschichte der Stadt Bamberg allein auseinander, sondern auch ihres weiteren Umlands, ebenso wie die „Heimatblätter des Historischen Vereins Bamberg“ (1920-1927/28). Geblieben sind heute nur drei Periodika: die „Berichte des Historischen Vereins Bamberg“ (seit 1834), die „Heimat Bamberger Land“ (seit 1989) und die „Beiträge zur Fränkischen Kunstgeschichte“ (unregelmäßig seit 1995/96), alle drei befassen sich auch mit Bamberg, aber natürlich nicht nur mit Bamberg.

Als Weltkulturerbestadt hat Bamberg jedoch ein Organ verdient, dass sich ausschließlich dieser Stadt widmet, eben ein „Jahrbuch Weltkulturerbe Bamberg“, dessen erster Band vorliegt und dessen Bände 2 und 3 in Arbeit sind.

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